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Erste Reggaeton-Produktionen und Interpreten
Ende 1994 erschienen die ersten Produktionen, die spanischen Rap und Reggae vermischten. Sie entstanden im "Playero 37" und "The Noise". In diesen Clubs sang ein Rapper, der von Reggae-Beats begleitet wurde, in die sich außerdem instrumenteller Rapmischte. Es war im "Palyero 37", wo Daddy Yankee, O.G. Black oder auch Master Joe ihre Karriere begannen. |
Daddy Yankee |
Unter den ersten Künstlern, die diese Fusion interpretierten, waren Don Chezina, Daddy Yankee, Baby Rasta y Gringo, Guanabanas, Polaco und Maico y Manuel.
The Noise: eine des ersten Produktionen und ihre Thematik
Die ersten Produktionen von The Noise handelten von Themen wie Gewalt auf der Straße, Sex und Drogen. The Noise 3 war jedoch völlig anders, da sie langsamen Reggae verwendete um so romantischere Themen oder positivere Botschaften rüberbringen zu können. Auf diese Weise wurde Kritk vermieden, die von Seiten der Behörden gekommen war. Von großer Bedeutung in Panama waren außerdem die Produktionen The Creation 1 und La Cripta 1.
Reggaeton: Hochs und Tiefs in den 90ern
Der Reggaeton war nun mittlerweile kein zu verheimlichender Musikstil mehr, sondern wurde zum angesagten Sound jeder Musikanlage, vor allem in Autos. Die Kommerzialisierung dieser Musikrichtung brachte nach und nach die berüchtigten "tiraeras" hervor, die typischen gesanglichen Kämpfe zwischen den verschiedenen Dj's, wodurch sich eine regelrechte Feindschaft unter diesen entwickelte. Jeder Dj hat sein "corillo", seine Truppe oder Gang von Sängern um sich.
Diese Kämpfe bewirkten, dass Reggaeton Ende der 90er (1997-2000) in Verruf geriet. Dank einer Vereinbarung zwischen den verschiedenen "corillos" konnte die "tiraera" jedoch beigelegt werden. Daraufhin konnten sich sowohl Sänger ("Benny Blanco präsentiert Daddy Yankee" oder "Don Chezina") als auch Gemeinschaftsproduktionen mehrerer Künstler auf dem Markt etablieren, wobei das Publikum letzteres bevorzugte.
Weltweite Verbreitung des Reggaeton
Der Rhythmus des Reggaeton, der unter Jugendlichen bereits sehr beliebt war, begann sich auch in anderen lateinamerikanischen Ländern zu verbreiten, erreichte sogar das nordamerikanische Publikum. Diese spektakuläre Verbreitung brachte dem Reggaeton unerwartet hohes Ansehen ein, da diese Musikrichtung noch wenige Jahre vorher ein Schattendasein führte.
Mittlerweile ist Reggaeton ein Musikstil, der in vielen Ländern Triumphe feiert, etwa in Venezuela, Kolumbien, Mexiko, Argentinien, Spanien, der Dominikanischen Republik, den USA, Puerto Rico, uvm.
Reggaeton hat jedoch nicht nur die spanischsprachigen Märkte erreicht, auch in anderen Ländern konnten sich Reggaeton-Musiker profilieren, wie etwa die peruanische Band "Los Kalibres" in Japan oder "Pachanga" in Deutschland.
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